nach oben  

Warum stottert jemand?

29-04-2020

Stottern hat eine körperliche Ursache mit mentalen Folgen und beginnt normalerweise zwischen dem 2. und 6. Lebensjahr. In diesem Alter kommt es bei vielen Kleinkindern vor, dass sie eine Zeit lang weniger flüssig sprechen: Etwa 4% wiederholen Wörter, stolpern oder stolpern über das, was sie sagen möchten. Bei den meisten Kindern verwächst es sich im Laufe der Zeit, aber 1% stottert weiter.

Das Stottern kommt vom Zwerchfell, einer der größten menschlichen Muskeln, weil es sich nicht gleichmäßig (nach oben) bewegt. Dadurch entsteht ein unregelmäßiger Luftstrom der  die Stimmbänder unregelmäßig bewegt und kein flüssiger Satz gesprochen werden kann. Das Schlüsselwort hier ist “fließend”.

Aber niemand stottert immer. Dies bedeutet, dass das Zwerchfell mal gut und mal nicht gut funktioniert. Oft führen Anspannung zu mehr Stottern und Entspannung zu flüssigeren Sätzen.

Es gibt keine ständige Kontrolle über das Zwerchfell, wie sie jeder beim Singen hat. Denn niemand stottert beim Singen.

Um das Stottern zu überwinden, muss man wieder lernen zu sprechen. Zuerst muss eine bewusste Kontrolle über das Zwerchfell und die Atmung geschaffen werden, bis diese sanfte Bewegung automatisch wird und keine Sprachtechnik mehr erforderlich ist, um flüssig sprechen zu können. Durch die physische Bewältigung des Stotterns in aufregenden Situationen steigt das Selbstvertrauen und die Unsicherheiten nehmen ab, bis alle Sprechängste verschwunden sind.