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Erfolgsgeschichten


Jonas ist heute ein offenes und glückliches Kind

08-10-2017

Jonas wurde am 20.04.1997 geboren. Sobald er begann in Sätzen zu reden, fing er an zu stottern. Seine erste Logopädin erbat sich nach langer Therapie eine „Therapiepause“. Die zweite Logopädin arbeitete u. a. mit Pferden, auch erfolglos. Die dritte Logopädin arbeitete in der Grundschule, und stellte die Theorie auf, dass Jonas nur stottern wüde, weil unsere Ehe nicht intakt sei. Und sie habe eine Adresse für eine Familientherapie, die einen mehrwöchigen Aufenthalt auf einem Schloss erfordern würde. Dabei hatte diese Logopädin niemals ein Gespräch mit uns geführt. Zusätzlich bezahlten wir Jonas eine Therapie bei einem Motologen, da er bereits Auffälligkeiten zeigte. Seit mehreren Jahren geht Jonas zur Ergotherapie. Diese Ergotherapeutin ist ebenso Lerntherapeutin und hat uns sehr viel geholfen. Im Kindergartenalter war Jonas kurz bei einer Kinderpsychologin, weil er anfing depressiv zu werden. Nach zwei Sitzungen erklärte sie Jonas, dass er anders sei wie die anderen Kinder, und darum eine Psychotherapie bräuchte. Das war für uns der Grund diesen Kontakt zu beenden. Jonas war in seiner Entwicklung deutlich behindert, da er seine Hochbegabung durch sein Stottern noch weniger ausleben konnte, wie es andere Kinder können. Hochbegabung alleine bringt schon viele Probleme für das Kind und die Erwachsenen mit sich. Aber als Sotterer ist ein normales Leben so gut wie ausichtslos. Durch die vielen erfolglosen Therapien bei den Logopäden hat er die Hoffnung und den Glauben, ja sogar sein Selbstvertrauen verloren. Das änderte sich schlagartig an einem sonnigen Tag in Olsberg. Jonas lernte Ingrid Del Ferro bei einem Vorgespräch kennen und lieben. Am Ende des Gespräches durfte Jonas zum ersten Mal in seinem Leben erfahren, wie es ist, stotterfrei zu leben. SEIN Satz war:“ Ich heiße Jonas Janka, bin 7 Jahre alt und wohne an der Alten Warte 12 in Kassel!“ Dieser Satz veränderte sein Leben. Wir fuhren nach Hause, Jonas markierte sich das Datum des Kursanfangs in seinem Kalender und zählte die Tage. Bei der Abfahrt nach Olsberg sagte er im Auto bevor es losging:“Heute fängt für mich ein neues Leben an.“ Zu seinen Großeltern, die am Auto standen, sagte er: „Ich fahre als Stotterer weg und komme normal wieder!“ Das Stottern von Jonas war mittlerweile so schlimm, dass wir als Eltern ihn nicht mehr richtig verstanden hatten. Er hörte auf zu sprechen und begann mit Zeichensprache. Außerdem zog er sich immer mehr in die Isolation zurück. Jonas ist heute ein offenes und glückliches Kind. Die Zeit der Therapie bei Del Ferro war hart. Aber diese Zeit hat ihn immer weiter nach vorne gebracht. Die wichtigste Erfahrung für Jonas und uns ist, dass egal was in seinem Leben noch ansteht, er es schaffen wird. Denn wer Del Ferro schafft, schafft alles Andere auch. Und das hat uns Jonas schon des öfteren gesagt und bewiesen. Im zweiten Schuljahr hat er sich vorgenommen auf eine ganz besondere weiterführende Schule zu kommen. Das bedeutete gute Noten in der Bewerbung. Das Bewerbungszeugnis mit Bewerbungsmappe und einem selbstgeschriebenen Bewerbungsschreiben hat er dann persönlich bei der Schulleitung abgegeben. Ihm war seine Mappe zu kostbar, um sie mit der Post zu verschicken. Im Schulsekretariat hat er sich vor die Schulleiterin hingestellt und ihr erklärt, warum es ihm so wichtig sei auf diese Schule zu kommen. Jonas war ein Bewerber von über dreihundert für etwa über 60 freie Schulplätze. Bei der Einschulung verriet uns dann die Schulleitung, dass Jonas nicht nur wegen der guten Schulnoten sondern besonders für sein Engagemant den Platz in der Schule bekommen hat. Sie finden es toll, wenn ein Schüler für sein Ziel kämpft. Diese Schule ist im vergangenen Jahr zur zweitbesten Schule Deutschlands ausgezeichnet worden. Und das merken wir immer wieder. Jonas entwickelt sich prächtig. Von seiner Hochbegabung (2001 getestet auf 115%) weiß er nichts, denn er soll so aufwachsen wie er ist. Zur Zeit ist Jonas Vorsitzender im Kinderparlament in Kassel, hat viele Freunde, spielt Trompete und Klarinette, und ist einfach nur glücklich. Wir denken oft daran, was gewesen wäre, wenn Jonas immer noch ein Stotterer wäre. Sicherlich wäre er nicht auf dieser Schule. Sicherlich wäre er nicht glücklich und frei. Sicherlich wäre er nicht so ein tolles liebenswertes Kind. Und sicherlich würde es uns als Familie nicht so gut gehen. Ich kann Anderen nicht oft genug sagen, dass es sich lohnt sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Denn jeder Tag ohne Glück und Lachen ist ein verlorener Tag!!! Herzlichen Dank an Alle, die uns auf diesem Weg geholfen haben. Aber ganz besonderen Dank an Ingrid Del Ferro und ihrem Vater, der diese bahnbrechende Methode für Alle erarbeitet hat!

Ihre Simone Janka

Kassel, März 2008


Simone Janka • 10-Tageskurs

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